Die Oste, der stille Fluß

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12.05.2010

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OsteKunst von Wolf-Dietmar Stock

Der Maler, Ausstellungsmacher und Vorsitzende des
Kunstvereins Fischerhude in Buthmanns Hof e.V.

präsentiert auf dieser Seite einen
kleinen Kunst-Exkurs mit Bildern und Fotos
von Künstlern, die an der Oste gemalt haben und malen.

Wolf-Dietmar Stock, der Inhaber der
Fischerhuder Galerie ist, wird im diesem Jahr
zusammen mit der Osteland e.V.
die Kunstausstellung
“Die Oste von der Quelle bis zur Mündung”
in Bremervörde, Neuhaus und Sittensen gestalten.

Auf diesen Ausstellungen
werden mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten
Werke von der Oste gezeigt,
die aus Museen und Privatsammlungen stammen.

Bilder von dem Maler
Diedrich Rusch, Osten,
in Privatbesitz.

Die geheimnisvolle Ostequelle

Der Blick des Betrachters fällt als erstes auf das rot leuchtende Dach des Petershofes in Schillingsbostel, der geborgen unter einer herbstlichen Baumgruppe liegt. Dazwischen der helle grüne zur Abendsonne ausgerichtete Wiesenabhang, auf dem die Oste ihren Lauf beginnt. Der Maler hat gewartet, bis der Schatten des Quellwaldes ganz über die Umzäunung der feuchten Stellen auf der Wiese fällt. Ohne hohe Stiefel ist nicht einmal der Randbereich der Quelle zu betreten. Abgesehen von der Sage, nach der die Oste unter einem Pferdestall entspringen soll, hat dieser Ort eine Mystik, bei der es im Spätherbst nicht schwer fällt, sich vorzustellen, dass Nymphen und Elfen hier im Nebel ihren Reigen vollführen. Man sieht kein Wasser auf dem Bild, aber es ist da, wo Binsen und Gräser besonders hochragen und den jungen Fluss weich betten. In der Bewegung dieser begleitenden Pflanzen ergibt sich seine Linie und erst wenige Meter weiter, wenn er in den Quellwald eintritt, entwickelt sich ein geschlängeltes Rinnsal, glucksend wie ein träumender Säugling. Die geheimnisvollen halbrunden Grasgebilde, die das Auge des Künstlers erkundet, verführen dazu, wiederholt auf die Suche zu gehen, um die Quelle ausfindig zu machen. Doch sie schlägt noch nicht die Augen auf.
Die eigentliche Quelle liegt im Dunkeln.

Wolf-Dietmar Stock, An der Ostequelle, 2005
Öl/Leinwand

Birgit Weiden,
Leiterin des
Handwerkermuseums Sittensen,
und
Wolf-Dietmar Stock,
Maler und Ausstellungsgestalter,
zeigen eine
aquarellierte Zeichnung aus Privatbesitz
von Hugo Amberg aus dem Jahr 1899.

Die Maler des Hamburgischen Künstlerclubs von 1897 bringen aus Paris frische Farben für Oste und Mühlenbach nach Himmelpforten mit. In der Zurückgezogenheit des Dorfes, das die jungen Leute bereits 1896 zu sommerlichen Studien aufsuchten und damals schon bequem mit dem Zug erreichten, malten Sie ihre besten Bilder, welche sie in der Ausstellung des Hamburger Kunstvereins im Jahr 1896 zeigen und die sie berühmt und berüchtigt machen sollten. Ihre heute als natürlich empfundenen Farben wurden von der Presse als "Spinat mit Ei" bezeichnet. Außer Julius von Ehren malten die Clubmitglieder Ernst Eitner 1867-1955, Arthur Illies 1870-1952, Friedrich Schaper 1869-1956, Arthur Siebelist 1870-1945, Thomas Herbst 1848-1915 und besonders häufig Julius Wohlers 1867-1953 im Dorf in der Ostemarsch.

Julius von Ehren 1864-1944,
Enten am Mühlenbach (Himmelpforten), ca. 1896,
Öl/Lwd., Privatbesitz

Wie seine großen Vorbilder,
die ersten französischen Freilichtmaler
Charles Daubigny oder Claude Monet,
hatte Gun Streland ein Malboot, mit
dem er seine künstlerische Umgebung
erforschte. Seine Windsbraut, ein zum
Atelierschiff umgebauter Kutter, trug
ihn von der Oste bis in die Ostsee
(Schweden, Finnland) und stets zurück.
Häufig thematisierte er die Wracks als
Symbol einer niedergehenden Kultur,
den letzten Fisch und die Weite, in der
sich hier die Oste zum Meer öffnet.
In seinen Bildern riecht man das Watt.

Gun Streland * 1936
in seinem Geversdorfer Atelier
 mit Bild "Wrack II", 1992, Öl/Lwd., 60 x 90 cm

Hier jetzt eine kurze Beschreibung zu dieser Wanderausstellung
Die Oste - von der Quelle bis zur Mündung”

Immer wieder wurden die Maler von der Schönheit des Flusses betört, ließen sich hier nieder
oder kehrten als Zuvögel Jahr für Jahr zurück wie die Mitglieder des Hamburgischen
Künstlerclubs von 1897, die es seit 1896 nach Himmelpforten zog: Julius von Ehren,
Ernst Eitner, Julius Wohlers und andere. In Neuhaus an der Unteroste sammelten
sich die Künstler in Ramms Hotel und hinterließen der Kunstwelt zahlreiche Bildwerke:
Karl Otto Matthaei, Eduard Euler, Friedrich Mißfeld und andere.
Auch in Brauel bei Zeven gab es eine kleine Künstlerkolonie um den Sachsenhof
von Hans Müller-Brauel. Karl Holleck-Weithmann und Kurt Frahm-Pauli malten hier
und bildeten "Malhühner" aus.

In den Wanderausstellungen am Fluss sollen die gefundenen Bildwerke
präsentiert werden, von Künstlern wie Richard Eggers, Johann Viebrock,
Heinrich Meyer, Ernst Müller-Scheeßel, Detlef Schwekendiek,
Diedrich Rusch, Tetjus Tügel, Alfred Wiegmann und Paul Ernst Wilke.

Auch Gegenwartskünstler sitzen mit im Boot: Raimund Adametz,
Hannelore und Klaus Bierkardt, Jo du Bosque, Peter Fricke, Dieter Glasmacher,
Wolf-Dietmar Stock, Tetjus Tügel jun. Zusätzlich wird die Ausstellung
Fotografien von K.F. Beyermann, Elke Loewe, Hermann Tödter,
Nikolaus Ruhl, Mike Behrens u.a. zeigen.

Um Hinweise auf weitere Bilder von der Oste bittet:
Wolf-Dietmar Stock, In der Bredenau 6, 28870 Fischerhude,
Tel. 04293-491
oder E-Mail:
wdstock@t-online.de

 

Zu den Ausstellungen erscheint ein ausstellungsbegleitendes Buch:
“Die Oste von der Quelle bis zur Mündung.”

Elke Loewe und Wolf-Dietmar Stock geben es heraus.

Es hat 320 Seiten im Format 13,5 x 24 cm,
etwa 250 Abbildungen in Farbe. ISBN 3- 88 132 303-1,   18,--Euro.

Diese Unterseite der OsteChronik, Rubrik OsteKunst
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ist urheberrechtlich geschützt für Wolf-Dietmar Stock
in der Bredenau 6, 28870 Fischerhude, Tel. 04293-491
oder E-Mail: wdstock@t-online.de
Alle Rechte vorbehalten, insbesondere das Recht
der Reproduktion, der Vervielfältigung
und der Speicherung in elektronischen Medien.
Bearbeitet und in Szene gesetzt von Hartmut Jungclaus

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